GESPRÄCHE IN DER SCHEUNE VON HANNA UND REINHARD KAHL
Von Himmelfahrt bis Pfingsten findet im Wendland die Kulturelle Landpartie statt.
Zum zehnten Mal sind wir mit Gesprächen in unserer Scheune in Brünkendorf dabei. Nun in der letzten Phase der Synchronisation der Termine, die hier bald ausführlich angezeigt werden.
Es beginnt an Himmelfahrt mit Harald Welzer, der dafür plädiert, dass wir ganz viele „Wohnzimmer“ der Gesellschaft schaffen, in denen Menschen zusammenkommen.
Van Bo Le-Mentzel nimmt diesen Ball auf. Berühmt wurde er mit den Hartz IV Möbeln und Tiny Houses. Nun wird in Berlin ein Haus gebaut, das in die Höhe geht mit ganz unterschiedlichen bezahlbaren Wohnungen.
Elke Schmitter, viele Jahre Chefredakteurin der taz, dann beim SPIEGEL, nun schreibt sie Romane und hat beim Perlentaucher eine Kolumne, in der es um Gespräche geht. Wie kommt unsere Gesellschaft wieder mit sich ins Gespräch? Wie gelingen Gespräche und woran scheitern Sie?
In der zweiten Woche geht es um die „Bildung der Bildung“. Da kommt Stefan Ruppaner, von der inzwischen fast legendären Alemannenschule in Wutöschingen. Wir machen ein kleines Symposion über „Die Bildung der Bildung“ mit so vielen Menschen wie an einem Tisch passen und werden die Ergebnisse in der Scheune diskutieren.
Mit dem Hamburger Erziehungswissenschaftler André Frank Zimpel sprechen wir über Neurodiversität und die erstaunlichen Ergebnisse seiner Forschungen. Ja, jeder ist anders und das auf seine Weise. Eine Schule, die standardisiert muss daran scheitern – und dann denken die Kinder, Jugendlichen und ihre Eltern sie seien gescheitert. „Jeder ist des Jahres zumindest einmal ein Genie“, schrieb vor ungefähr 250 Jahre das Genie Georg Christoph Lichtenberg. Von ihm stammt ein Anstoss für unsere Gespräche: „Wie ich höre, in Frankreich gärt es“, schrieb er in sein Sudelbuch, „fragt sich nur, ob Essig oder Wein rauskommt.“ Das ist auch heute wieder die Frage. Es gärt und es riecht nicht gut. Dennoch: Wir setzen auf Wein.
Zum Abschluss unserer Gespräche Kommt auch in diesem Jahr wieder Ulrike Herrmann aus Berlin. Das Thema: „Der neue Imperialismus: Geld als Waffe.“
Wie immer sitzen wir nach den Gesprächen, die um 17:00 Uhr beginnen, zusammen. Es gibt etwas zu essen und zu trinken und abends gibt es immer noch einen Film in der Reihe. “Die Bildung der Bildung“.
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