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Veranstaltung: Philo Cafè, Literatur Haus HH, Ute Frevert, Gefühle
Veranstaltungsort: Literatur Haus Hamburg
Adresse: Schwanenwiek 38
Hamburg
Datum: 31.10.2011

philosophisches café   31.  oktober 2011

Thema: Den Gefühlen auf der Spur

Gast: Ute Frevert

Reinhard Kahl moderiert

„So wie jede andere Kapitalform kann man Gefühle erzeugen, bearbeiten oder manipulieren. Gefühle sind heute in gewisser Weise zu einem Kapital geworden, das es zu managen gilt.“

Sind sie das Tiefste oder das Oberflächlichste? Sind sie ein Gewebe aus intuitiven Gewissheiten oder ein unzuverlässiger Nebel, den der Verstand aufzulösen hat? Oder sind sie vielleicht das alles und noch viel mehr?

Gefühle sind so tief in den Leib eingeschrieben, wie in die Geschichte. Sie sind die Grammatik unserer Wahrnehmungen und Beziehungen. Gefühle sind zwischen den Menschen. Zwischen ihnen entsteht Welt. Dort werden sie modelliert, in Traditionen verwandelt und ummodelliert. Sie sind jedenfalls nicht nur private Regungen.

Die Historikern Ute Frevert geht den Gefühlen in einem Forschungsprojekt am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung nach. Schon in früheren Arbeiten über Ehre und Vertrauen war sie ihnen auf der Spur. So war ein klassisches Stereotyp Frauen seien emotional, irrational und empfindlich. Männer hingegen seien kontrolliert, rational und sachlich. Aber schon in ihren Studien über das 19. Jahrhundert konnte Ute Frevert zeigen, wie Männer ihre Leidenschaften pflegten - besonders in der Politik.

In ihrem Forschungsschwerpunkt am Max-Planck-Institut blicken Ute Frevert und ihre Arbeitsgruppe nach Indien als Vergleichsraum. Sie untersuchen wie Menschen dazu erzogen wurden, bestimmte Gefühle zu haben, sie zu zeigen oder zu unterdrücken.

Gefühle sind so wenig privat wie unschuldig. Sie sind bevorzugter Gegenstand von Manipulationen und Instrumentalisierungen in Politik, Wirtschaft und im Privaten.  

Die Historikerin Ute Frevert lehrte nach Jahren in Bielefeld und Konstanz von 2003 bis 2007 an der Yale University. Seit 2008 ist sie Direktorin des Bereichs "Geschichte der Gefühle" am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Zuletzt erschien: „Gefühlswissen – Eine lexikalische Spurensuche in der Moderne“ (Campus). In diesen Tagen erscheint: „Emotions in History – Lost and Found“ (CEU Press, Budapest & New York)


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