Freitag, 18. März 2011
15.00 Uhr Begrüßung
15.30 Uhr Eröff nungsreferat mit Reinhard Kahl
„Fässer füllen oder Flammen entzünden -
Schlüssel zur Welt ohne Belehrung?“
mit Filmausschnitten und Diskussion
17.30 Uhr Begegnungszeit mit den ReferentInnen zum
Informieren und Wählen der Seminarangebote
Registrierung
18.30 Uhr Gemeinsames Abendessen
20.00 Uhr Schule macht Theater:
„Grüff elo“ mit den Pistatschios
21.00 Uhr Linzblick - Abendspaziergang zur
Eröff nungsreferat mit Reinhard Kahl
Fässer füllen oder Flammen entzünden -
Schlüssel zur Welt ohne Belehrung?
Kinder kommen als Lerngenies auf die Welt. Die Hirnforschung zeigt,
dass das menschliche Gehirn gar nicht anders kann, als zu lernen –
ein Leben lang. Warum aber dümpelt ausgerechnet in vielen Schulen
das Lernen bald nur noch lustlos dahin? Dabei kommen doch fast alle
Kinder noch voller Freude in die erste Klasse. Die alte Schule droht
mit dem Ernst des späteren Lebens, statt hier und jetzt ins Leben
einzuladen. Nachahmen ist eine Grundfi gur des Lernens. Aber nicht
das Kopieren, genährt durch die Fehlerinquisition! Aus der Diff erenz
zwischen den gespeicherten Mustern und den neuen Eindrücken
entspringt laufend Neues.
Kahl zeigt Ausschnitte aus verschiedenen Dokumentationen über ei-
genwillige Kindergärten und Schulen und über Kinder und Jugendli-
che, bei denen das Lernen eine Vorfreude auf sie selbst wird.
Der Übergang von der Industriegesellschaft zu einer Wissens- und
Ideengesellschaft verlangt Bildung endlich zu dem zu machen, was
sie immer schon sein sollte: „Kinder sind keine Fässer, die gefüllt, son-
dern Feuer, die entfacht werden wollen.“ Das schreibt der Schriftstel-
ler, Arzt und Priester François Rabelais vor fast 500 Jahren. ist Grundlage für eine umfassende Intelligenzentwicklung und
Freude für lebenslanges Lernen.
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