Schon vor 2500 Jahren mahnten Heraklit und Herodot, dass es bei der Bildung nicht darauf ankomme Fässer zu füllen oder Schiffe zu beladen. Auch der Schriftsteller, Arzt und Priester Francois Rabelais schrieb vor 500 Jahren, „Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Fackeln entzündet werden.“ Comenius, der die moderne Pädagogik begründete, verlangte vor 400 Jahren: „Lehrer, lehrt weniger, damit eure Schüler mehr lernen können.“
Eigentlich weiß man, worauf es beim nachhaltigern Lernen ankommt. Aber die Verführung Fässer zu füllen ist groß. Lehrer, Schüler und Eltern glauben dann nichts falsch zu machen, auch wenn am Ende dieses Nummer-Sicher-Weges häufig die Lernbulimie steht. Hastig rein und nach der Prüfung alles gleich wieder raus. Studien zeigen, nach ein paar Jahren ist vom Stoff der Lehrpläne wenig geblieben.