Sehr geerhter Herr Kahl,
hier die Studioangaben und der Pressetext. Eine anregende Diskussion wünscht Karin Röder.
27.06.2009, 17.45 - 19.00 Uhr (Autarkstudio) Bitte medlden Sie sich im Schaltraum (Haus 18, 2. Etage).
Kontrovers
Die Sendung zum Mitreden
in hr2-kultur
Samstag, 27. Juni 2009, 18.05 Uhr - 19.00 Uhr
Moderation: Karen Fuhrmann
Redaktion: Karin Röder Tel. (069) 155-3915
Immer Ärger mit den Paukern:
Sind Lehrer die Prügelknaben der Nation?
Früher hatten Lehrer morgens Recht und nachmittags frei. Heute haben sie
es vor allem schwer. Viele von Ihnen sind überlastet, ausgebrannt und
krank. Dann quittieren sie schon lange vor dem 60. Lebensjahr den
Dienst, trotz der drei Monate Ferien im Jahr. Häufig müssen Lehrer
Defizite ausgleichen, die im Elternhaus verursacht wurden. Faule, dumme
und gewalttätige Schüler rauben ihnen den letzten Nerv.
Bildungspolitiker verlangen von ihnen mehr Unterricht, die Wirtschaft
will bessere PISA-Ergebnisse. Lehrer sollen in überfüllten Klassen
jedem einzelnen Schüler gerecht werden. Wenn Lehrer die vielen
bildungspolitischen Ziele mit Disziplin erreichen wollen, bekommen sie
Druck von den Eltern. Und zu allem Überfluss müssen sich Lehrer auch
noch im Internet von ihren Schülern benoten lassen.
Allerdings kennt jeder auch Lehrer, die ihre Unzufriedenheit in Zynismus
verwandeln und an den Schülern auslassen. Lehrer, für die Empathie und
Kreativität Fremdwörter sind, die Noten nach Gefälligkeit oder Sympathie
vergeben. Es gibt Lehrer, deren Macht Schüler hilflos ausgeliefert sind,
wenn es mal einer von ihnen auf sie abgesehen hat. Lehrer können
Schülern die Zukunft verbauen.
Sind die Lehrer selbst schuld an ihrem schlechten Ruf? Oder brauchen sie
nur mehr Anerkennung? Sind sie unzureichend ausgebildet? Oder sind sie
die Prügelknaben der Nation?
Studiogäste: - Reinhard Kahl, Journalist und Bildungsexperte
- Jochen Nagel, Vorsitzender GEW-Landesverband Hessen
Hörerinnen und Hörer können sich live telefonisch beteiligen und auch
bereits vorab melden unter der Nummer 069/155-6622 oder per E-Mail:
kontrovers@hr-online.de