Reinhard Kahl spricht mit dem Göttinger
Neurobiologen Gerald Hüther über lohnende
Aufgaben, glaubwürdige Vorbilder und unver-
zichtbare Gemeinschaften. Ohne diese drei
Elemente, so Hüther, könne nicht wirklich
gelernt werden. Erfolgreiche Bildungsprozes-
se und die Persönlichkeitsentwicklung hän-
gen von einer inspirierenden Atmosphäre ab.
Begeisterung, Abenteuerlust und Vertrauen
ermöglichen Kindern und Jugendlichen sich
selbst und die Welt zu entdecken. Erst über
Emotionen entstehen Bedeutungen.
„Ohne Gefühl,“ so Hüther, „geht gar nichts.“
Er plädiert dafür, Geist, Haltung und Atmo-
sphäre in der Bildung zu erneuern.
„Ohne Gefühl geht gar nichts.” Gerald Hüther
Gerald Hüther
Gerald Hüther ist einer der bekanntesten und meist zitierten Hirn-
forscher im deutschsprachigen Raum. Der Leiter der Zentralstelle
für Neurobiologische Präventionsforschung der Psychiatrischen
Klinik der Universität Göttingen und des Instituts für Public Health
der Universität Mannheim/Heidelberg engagiert sich in zahlreichen
Sachbüchern, Artikeln und Vorträgen für die Zusammenführung
natur- und geisteswissenschaftlicher Ansätze und die Zurückgewin-
nung einer Einheit im Denken, Fühlen und Handeln des Menschen.
Ein Beispiel dafür ist das von Hüther mit gegründete Netzwerk
„WIN FUTURE - ein Wissenschaftliches Interdisziplinäres Netzwerk
für Entwicklungs- und Bildungsforschung“.
Einladung
„Lernen mit Begeisterung“
Reinhard Kahl im Gespräch mit Gerald Hüther
Mercator
Bildungsdiskurs
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Janina Kaufmann
Huyssenallee 46
45128 Essen