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Veranstaltung: Hamburg: Philo Café, Hans Stilett über Montaigne
Veranstaltungsort: Hamburger Literaturhaus
Adresse: Schwanenwik 28
22087 Hamburg
Datum: 28.01.2009

philosophisches café   28. Januar 2009

 

Thema: Montaigne

Gast: Hans Stilett

Reinhard Kahl moderiert

 

Die fruchtbarste und natürlichste Übung unseres Geistes sind nach meiner Meinung Gespräch und Diskussion.

 

Er bestritt ein Philosoph zu sein. Auch andere Zuschreibungen wies er von sich. Seine Essais sind tatsächlich Versuche. Wenn es nicht so pathetisch klänge, müsste man sagen, er wollte nur ein Mensch sein. Nur? Das Genie von Seigneur Michel Eyquem de Montaigne ist die Entdeckung des Selbstverständlichen, das allerdings nicht selbstverständlich ist. Er räumte Schutt von den Wegen. Für ihn gilt, was ein ihm wahlverwandter Nachgeborener empfahl: Sage es so einfach wie möglich, aber nicht einfacher (Albert Einstein).

 Montaigne, 1533 geboren und 1592 gestorben, war Bürgermeister seiner Heimatstadt Bordeaux. Er ging ausgiebig auf Reisen. Er diente zwei sich bekriegenden Königen. In seinem Turm las und schrieb er. Seine Essais nannte man das allerindividuellste und zugleich das allgemeinste Buch. Nach fast einem halben Jahrtausend ist sein Werk frisch wie am ersten Tag (Rudolf Burger). Warum? Montaigne konnte staunen und beobachten. Ich unterscheide. Das ist das A und O meiner Logik. Er bastelte nicht an einem Denkgebäude, um darin zu wohnen oder um gar für Epigonen eine Behausung zu schaffen.

 Ich schildere nicht das Sein, sondern das Unterwegssein von Tag zu Tag, von Minute zu Minute. Das hier ist das Protokoll unterschiedlicher und wechselhafter Geschehnisse sowie unfertiger und mitunter gegensätzlicher Gedanken. Daher mag ich mir zuweilen widersprechen, aber der Wahrheit widerspreche ich nie.

 Lange war der Zugang zu den Essais von unvollständigen und fragwürdigen Übersetzungen verstellt. Dann machte sich Hans Adolf Stiehl an die Arbeit und legte nach 10 Jahren unter seinem Pseudonym Hans Stilett eine grandiose Übersetzung vor. Nun hat Stilett seine eigenen Wanderungen durch Montaignes Welten aufgeschrieben. Von der Lust, auf dieser Erde zu leben (Eichborn Berlin). Wanderungen sind das kongeniale Verhältnis zum großen Franzosen. Bewegung ist gleichsam sein existentieller Dauerzustand, schreibt Stilett über Montaigne.

 literaturhaus, Mittwoch, 28. januar 19.00 uhr, euro 8,-/6,-/4,-

 

 


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