Mo 21.04. 19.00 Uhr | Gespräch
Hamburger Bildungsdiskurs: Lernen mit Atmosphäre »Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge«, sagt der Hirnforscher Gerald Hüther: Aufgaben, an denen es wachsen kann, Vorbilder, an denen es sich orientieren kann und Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt. Die Neurobiologie bestätigt, was viele schon ohne wissenschaftliche Studien ahnten: Lernen und Entwicklung der Kinder hängen vor allem von der Atmosphäre ab. Vor den kognitiven Prozessen kommt die Interaktion, denn egal was Erwachsene den Kindern sagen, wie sie es sagen, ist erst mal wichtiger als der Inhalt. Das Gespräch führt Reinhard Kahl.
Gerald Hüther ist Professor für Neurobiologie an der Universität Göttingen. Er leitet die Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universitäten Göttingen und Mannheim/Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte gelten den Auswirkungen von Angst und Stress auf das Gehirn sowie der Beeinflussbarkeit kindlicher Hirnentwicklung.