Fässer füllen oder Fackeln entzünden?
Wie Lernen gelingt!
Vortrag mit Filmeinspielungen von Reinhard Kahl
Ev. Bildungszentrum Bad Bederkesa / 3. März 2008
Kinder kommen als Lerngenies auf die Welt. Die Hirnforschung zeigt, dass das menschliche Gehirn ein Leben lang gar nicht anders kann, als zu lernen. Warum aber dümpelt ausgerechnet in Schulen das Lernen bald nur noch lustlos dahin? Dabei gehen doch fast alle Kinder noch so voller Vorfreude auf sich und auf die Welt in die erste Klasse! Könnte es also sein, dass der übliche Unterricht gar nicht zum Lernen geeignet ist? Was für eine Atmosphäre herrscht in Schulen, wenn dort mittags die Lehrer schneller in ihrem Golf sind, als die Schüler auf dem Fahrrad?
Der Journalist und Filmautor Reinhard Kahl geht dieser Frage nach. Er zeigt auch Ausschnitte aus verschiedenen Dokumentationen, u.a. aus seinem neuesten Film „KINDER!“
Wichtiger als die kritische Analyse ist ihm die Suche nach Schulen und Kindergärten, die gelingen. Wie hören Schüler und Lehrer damit auf sich wie Untermieter im System zu verhalten?
Schon vor 2500 Jahren fragte Heraklid, ob es beim Lernen darauf ankommt, Fässer zu füllen oder Fackeln zu entzünden. Seine Antwort war eindeutig. Niemand verteidigt heute noch den Nürnberger Trichter oder Theorien, die Lernen als eine passive Instruktion verstehen. Wie kommt es dann nur, dass die meisten dennoch danach handeln?