Zum Hamburger Bildungsdiskurs am 8. Mai kommt die famose Enja Riegel aus Wiesbaden. Sie war dort 20 Jahre Schulleiterin der Helene-Lange-Schule. Dass diese Schule heute als eine der besten und eigenwilligsten gilt, ist nicht zuletzt ihr Werk. Gute Schulleiter sind Anfänger. Das Neue, das sie in Gang bringen, müssen sie beginnen, ja vorwegnehmen. Sie müssen Vertrtauen schenken, wenn sie es verlangen, sie müssen an die Schüler und die Lehrer glauben, wenn sie bessere Ergebnisse wollen. Von manchen Lehrern müssen sie sich auch trennen können.
Inzwischen ist Enja Riegel als Schulleiterin der Helene-Lange-Schule pensioniert. Nun gründet sie neue Schulen. Ein private in Wiesbaden, an der sie zeigen will, was alles geht. Sie ist neuderings auch Gründungsdirektorin der Internationalen Friedensschule in Köln und berät den Aufbau einer neuen Schule in Frankfurt.
Passt das denn, dass eine der Leitfiguren heutiger Reformpädagogik private Schulen gründet. Auch darüber wird am 8. Mai diskutiert. Aber unabhängig von der Organosationsform und vom Status ist die Frage des Abends - Wie macht man eine gute Schule? Was heißt es zu sagen, das ist eine Schule, die gelingt? Was muss man tun, damit Lernfreude und beste Leistungen keine Gegensätze sind?