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Veranstaltung: Filmpräsentation: Berlin "Treibhäuser der Zukunft"
Veranstaltungsort: CinemaxX Berlin
Adresse: Potsdamer Platz
Datum: 01.07.2004

Am Donerstag den 1. Juli um 19 Uhr wird im CinemaxX am Potsdamer Platz in Berlin mein Film "Treibhäuser der Zukunft" von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn präsentiert.

Auf der Interneteite www.ganztagsschulen.org wird die nächsten Tage ein Feld eröffent, über das man Karten reservieren kann.

ZUM FILM:

Treibhäuser der Zukunft

Wie in Deutschland Schulen gelingen

 

Film von Reinhard Kahl

 

VHS / DVD 115 Minuten

 

Produktion:   ARCHIV DER ZUKUNFT 2004

 

Das ARCHIV DER ZUKUFT ist eine Initiative von Reinhard Kahl

und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung

 

Die Produktion „Treibhäuser der Zukunft“ wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

 

 

Nach der großen Irritation durch PISA sind viele deutsche Pädagogen und Politiker nach Skandinavien, Kanada und andere Länder, die gut abschnitten, gefahren. Sie waren verblüfft, wie sehr es dem Lernen kommt, wenn Schulen Lebensorte sind.  

 

Der Journalist und Regisseur Reinhard Kahl hatte mit seinen Dokumentationen über Bildung in Finnland, Schweden und Kanada dazu beigetragen, den Blick auf Schulen, die gelingen, international zu weiten. Nun legt er nach einem Jahr Recherchen, Dreharbeiten und Schnitt die Ergebnisse einer Reise ins eigene Land vor. Er zeigt deutsche Schulen, in denen sich Lust und Leistung nicht beißen, sondern steigern.

 

Aus mehr als 200 Stunden Video, gedreht im Unterricht und Schullalltag, mit Lehrern, Schülern und Eltern, sowie mit Interviews von Wissenschaftlern, wurde das Bild einer möglichen Zukunft montiert, die in manchen Schulen längst begonnen hat. Zugleich wird der Abstand zum häufig tristen Alltag des üblichen Unterrichts deutlich. Dort herrscht, wie die Kognitionspsychologin Elsbeth Stern im Film bemerkt, noch eine „Osterhasenpädagogik“, wenn Lehrer „Wissen verstecken, das die Schüler suchen sollen.“ Der Ulmer Hirn- und Lernforscher Manfred Spitzer kommt zu dem Befund, dass die Köpfe vieler Schüler im Unterricht auf Standby geschaltet sind. Der internationale PISA Koordinator Andreas Schleicher (OECD) muss feststellen, dass deutsche Schüler, anders als die in vielen anderen Ländern, nach dem Ende der Schulzeit mit Physik oder Chemie „nie mehr was zu tun haben wollen.“ Woran liegt das?

 

Der Film schaltet von der Ursachenforschung bald zum Porträt von Schulen, die diese Frage mit ihrem Gelingen beantworten. Es sind Schulen, die Kinder und Jugendliche hungrig machen und nicht satt. Schulen, die anziehende Orte geworden sind, und nicht müde oder überdrüssig machen.

 

Gezeigt werden die Bodensee Schulen in Friedrichshafen, die Jena-Plan-Schule in Jena, das Gymnasium Klosterschule in Hamburg und viele andere zwischen Herten, Potsdam und Bremen. Diese haben Raum und Zeit des Lernens neu vermessen. Sie sind Lebensorte geworden. 

Im Mittelpunkt steht die Bodensee Schule, eine katholische Schule, die seit 1971  Ganztagsschule ist. Die ersten drei Jahre sind die Kinder in Familienklassen zusammen. Die Altersmischung soll gar nicht erst die Illusion aufkommen lassen, die Kinder ließen sich alle auf den gleichen Stand bringen, um dann im Gleichschritt voran zu marschieren.  Individualisierung und die Förderung von Kooperation sind das Yin und Yang dieser und anderer erfolgreicher Schulen. Sie riskieren das eigentlich Selbstverständliche: Lernen ist eine Aktivität der Schüler. Dazu ermutigen die Lehrer. Dahin zieht und erzieht die gesamte Organisation des Alltags. „Schulen, die Lebensorte geworden sind“, resümiert der Kommentar im Film, „erkennt man an Ritualen, Regeln und Revieren.“ Damit trifft die Dokumentation ins Zentrum der aktuellen Debatte um Ganztagsschulen. „Je mehr Zeit eine Schule hat, desto unvermeidlicher wird die Frage nach ihrer Kultur,“ heißt es im Film. 

      

Erstaunliches hört man von Jürgen Kluge, Deutschlandchef der Unternehmensberatung McKinsey. Er macht den Vorschlag, dass sich künftig die Schulen nicht nach der Wirtschaft richten sollten, wie es entgegen allen Sonntagsreden in der Industriegesellschaft üblich war. Vielmehr sollten Schulen und Universitäten die Standards für Wirtschaft und Gesellschaft setzen, „das entspricht auch vielmehr dem  menschlichen Entwicklungspfad“. Zugleich stellt Kluge als Ergebnis einer McKinsey Studie fest: Die bei PISA erfolgreichen Schulen, sind zumeist Ganztagsschulen.

 

Der Film ist Bestandteil einer Dreifach-DVD, die weit über eine übliche Video- oder Fernsehdokumentation hinaus geht. Neben der 115 Minuten Dokumentation und Kurzfassungen von 30 und fünf Minuten gibt es sieben jeweils 15 Minuten lange „Seminare“ zu Themen wie „Raum und Zeit“, „Ganztagsschulen“ und „Lehrer“. Außerdem können ausführliche Interviews mit den Protagonisten aus den Schulen und den interviewten Experten angesehen werden. Dazu gehören Elsbeth Stern, Hartmut von Hentig, Andreas Schleicher und viele andere. Die DVD mit insgesamt fast 13 Stunden dokumentierten Films und Interviews, wird mit einem ausführlichen Booklet ab Anfang August über die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung zu beziehen sein. Dokumentation und Kurzfassungen werden auch als VHS Kassette angeboten.

 

 

 

 


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