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| Veranstaltung: |
Elmar Lampson, Philo Café: Anfänge setzen! |
| Veranstaltungsort: |
Literaturhaus HH |
| Adresse: |
Hamburg
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| Datum: |
28.02.2006 |
Gast im Philosophischen Café ist Elmar Lampson, Präsident der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.
Das Philosophische Café 28. 2. 2006 19´00 Thema:
Anfänge setzen! In der Musik, im Denken, mit der ganzen Person
Gast: Elmar Lampson
Reinhard Kahl moderiert
„Kunst löst keine Probleme und als Künstler fühle ich mich eher für Umwege zuständig.“ Elmar Lampson Manchmal geht es im Philo Café um ein Denksystem. Manchmal um eine These oder um eine durchdringende Idee. Manchmal um die ganze Person. Zum Beispiel Elmar Lampson. Er ist Künstler, Theoretiker und auch eine Art Manager, genauer, er ist Komponist, Dirigent, Professor für die Phänomenologie der Musik und seit Sommer 2004 Präsident der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Musik ist für ihn ein Medium, das zum Hören, zum immer wieder neu Hören auch des vermeintlich Bekannten herausfordert. Das ist überhaupt nicht banal. Es verlangt die Bereitschaft zur Irritation und kann höchst folgenreich sein So gelang es ihm einmal ein patriarchalisch geführtes Möbelunternehmen mit gregorianischen Gesängen aus der Krise zu führen, weil man genau das dabei übt: auf die anderen zu hören – zumal im vielstimmigen Gesang. Natürlich ist die Musik für ihn kein „Tool“ im Managementtraining. Im Gegenteil. Sie braucht einen zweckfreien Raum, ja sie schafft Raum in der Zeit. Dabei entfalten sich Überraschungen und Nebenwirkungen.
Das gilt für Lampson vor allem beim Komponieren. Einen Anfang setzen, denn „niemand kann mich zwingen anders anzufangen“ und dann die eigene Setzung überprüfen. „Das fertige Stück korrigiert die Bilder, die ich mir einmal von ihm gemacht habe: Es überrascht mich, ist mir neu.“ So entstehen Wege beim Gehen. Musik ist, wenn sie zweckfrei bleibt, ein wichtiges, aber häufig völlig verkanntes Medium zur Bildung, nicht nur der Kinder in der Schule und der Studenten im Studium, sondern zur Bildung des Eigensinns einer Person.
„Durch die Fähigkeit zum schöpferischen Zuhören gibt es eigentlich nichts Altes mehr, weil dieses Zuhören, wenn es sich auf Altes richtet, zur Kraft des Vergegenwärtigens wird, und weil es im Neuen unerwartete, vielleicht alte Qualitäten entdecken kann.“
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