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Veranstaltung: ÜBERGÄNGE - Film Treibhäuser der Zukunft 19 Uhr
Veranstaltungsort: Landesinstitut Lehrerbildung
Adresse: Felix Dahn Straße 3
Hamburg
Datum: 11.05.2004

Neuer Film von Reinhard Kahl

Vorführung und Diskussion mit dem Regisseur

TREIBHÄUSER  DER  ZUKUNFT

Über deutsche Schulen, die gelingen

 

 

Nach  Pisa haben die Deutschen skandinavische Schulen entdeckt. Wer nach Kanada flog oder gar bis nach Neuseeland gekommen ist, konnte sehen, wie erfolgreiche Schulen arbeiten. Sie sind Lebensorte. Deutsche Besucher staunen, wie sich Lust und Leistung dort gegenseitig steigern. Dann fragen sie verwundert: wie ist das möglich, so eine Arbeitsatmosphäre, so gute Leistungen, obwohl es keine Noten gibt? Und sie müssen über die Gegenfrage nachdenken: Warum sagen Sie „obwohl“?

 

Aber es gibt auch deutsche Schulen, die gelingen. Was zeichnet sie aus? Was bedeutet es den Ort zu kultivieren und die Zeit zu rhythmisieren? Lassen sich die Sachen so ins Zentrum stellen, dass sie nicht zum unvermeidlichen Schulstoff erschlaffen, den Schüler nur lernen, weil er im Plan steht?

 

Innerhalb des Projekts „Archiv der Zukunft“, das Reinhard Kahl zusammen mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung aufbaut, und unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, ist er wochenlang mit seinem Kamerateam durch Deutschland „der Spur des Gelingens“ gefolgt (http://www.ganztagsschulen.org /  www.reinhardkahl.de) Zwischen Hamburg und dem Bodensee, zwischen Jena und Eichstätt, zwischen Potsdam und Bremen hat er Schulen gefunden, die ihre Koordinaten von Raum und Zeit umkonstruieren.

 

So hat etwa die Bodensee Schule in Friedrichshafen die Fächer und den 45 Minuten Rhythmus abgeschafft. Freie Arbeit sowie vernetzter Unterricht wurden an deren Stelle gesetzt. Die „zentralen Aufgaben“, die in Baden Württemberg das Kultusministerium schon länger stellt, „erledigen wir mit einer Hand“ sagt Schulleiter Alfred Hinz. Er fährt fort „obwohl wir...“ und verbessert sich, „weil wir anders arbeiten.“

 

Wenn wir unsere Innenbeleuchtung einschalten, werden die meisten von uns entdecken, dass wir geneigt sind, im Zweifel dem Obwohl den Vorrang zu geben, auch wenn wir es besser wissen, darüber Vorträge halten oder Filme machen. Auf welche Weise bestimmt das, woran Lehrer im Innersten glauben, ihre Art Schule zu machen und damit die Lernerfolge bei den Schülern? Viele kleine Facetten im Schulalltag, den der Film ausleuchtet, repräsentieren die Wirksamkeit dieses Glaubens. Werden Kinder und Jugendlichen anerkannt und willkommen geheißen oder beschämt? Setzen Lehrer auf den Druck, dem sie sich selbst häufig freiwillig und klagend unterwerfen oder stimulieren sie den Elan von Fragen, die Hingabe und die Anstrengungsbereitschaft der Schüler?

 

Die deutsche Schule ist traditionell nicht als Lebensort konzipiert. Sie setzt auf Belehrung.

Mit Raum und Zeit für Eigenständigkeit und Zusammenarbeit der Schüler (und auch der Lehrer) hat sie eher gegeizt. Die Belehrungsschule stand im Schatten der Familie. Der Mythos der heilen Familie sagt: Zu Hause spielt sich das wahre und erfüllte Leben ab. Die Schule ist für die Vermittlung von Inhalten zuständig.

 

Der Film zeigt auch, wie der seit PISA ins Gerde gekommene „fragend entwickelnde Unterricht“  von einer Unterrichtskultur abgelöst werden könnte, in der die beiden Pole Individualisierung und Zusammenarbeit starke Kraftfelder erzeugen.

 

 Wenn jetzt Ganztagsschulen aus guten Gründen ganz oben auf die Bildungsagenda rücken, dann könnte die Parole mehr Zeit dennoch zu kurz greifen, wenn nicht auch über die Qualität von Zeit nachgedacht wird. Bekommt das Individuum die Chance zu seiner Eigenzeit, oder bleibt es beim Takt von Schulgong und kleinschrittigem Unterricht? Bedeutet mehr Zeit nur mehr des Gleichen, dann könnte das in mancher Schule nur die Verwahrlosung und die Schwänzquote hoch treiben, wenn sich dort sonst nichts ändert.

 

In dem Film kommen außer den Protagonisten aus den Schulen zu Wort: Elsbeth Stern, Andreas Schleicher, Manfred Spitzer, Hartmut von Hentig, Jürgen Kluge, Peter Fauser, Gisela Erler und Jeanne Rubner.

 

 

 

Neuer Film von Reinhard Kahl

Vorführung und Diskussion mit dem Regisseur

TREIBHÄUSER  DER  ZUKUNFT

Über deutsche Schulen, die gelingen

115 Minuten

Im Vorporgramm ab 18´45 die Kurzfassung des Films

„Spitze – Schulen am Wendekreis der Pädagogik

Dienstag, 11. Mai 2004 um 19.00 Uhr

in der Aula des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung
 Felix-Dahn-Str. 3 (U-Bahn Schlump oder Christuskirche)

 


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