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Mini-München 3 – Ganz da sein

Mini-München 3 – Ganz da sein

Die Kinder am 3. Tag bei Mini-München. Sie sind präsent. Sie sind wirklich da, mit dem Körper und – sagen wir – mit der Seele. Sie sind nicht in dem für sie in der Schule üblichen und die Gesellschaft mehr und mehr dominierenden Status des rasenden „Um-zu“. Dieses ewige Hase und Igel Spiel, bei dem man nie richtig ankommt. Vielleicht ist das die starke Gravitation in Mini-München: Etwas Folgenreiches machen. In diesem Kosmos gebraucht zu werden. Seinen Platz zu haben. Die Chance einfach ganz da zu sein, sein Ding zu finden oder immer weiter zu suchen und auszuprobieren.

Mini-München 2 – Das ewige Kind

Mini-München 2 – Das ewige Kind

Zum Beispiel Ellen Fritsche, sie ist 88 Jahre alt und eine der jüngsten bei Min-München. Weiter mit den täglichen Impressionen und Überlegungen vom dreiwöchigen Projekt „Mini-München“ vom 1. bis 19. August. Täglich kommen mehr als 2000 Kinder in die Zenith Hallen in München-Freimann. Kinder spielen das Leben in der Stadt. Sie handeln, erleben und lernen. Sie kommen freiwillig, sind voller Freude und ganz ernst. Ein großes Spiel. Keine Spielerei.

Mini-München 1 – Freude und Ernst

Mini-München 1 – Freude und Ernst

Seit inzwischen 30 Jahren gehen in jedem zweiten Jahr an den ersten drei Wochen der Sommerferien täglich zweitausend Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 15 in München zu einem großen Fest des eigenwilligen Lernens und vielfältiger Tätigkeiten. Sie spielen die ganze Stadt.

NDR Kultur Werkzeuge oder Prothesen

NDR Kultur Werkzeuge oder Prothesen

Fast jedes Kind hat heute auf dem Schulweg eine Universalmaschine in der Tasche. Sie könnte ein Büro ersetzen und Zugang zu einer schier endlosen Bibliothek bieten, sogar ein Rundfunk- oder Filmstudio wäre damit möglich. Für die Rechnerleistung in der Hosentasche hätte vor zwei Generationen ein Maschinenraum in Turnhallengröße nicht ausgereicht. Nun verfügt fast jedes Kind schon darüber. Das Smartphone.

Das Obszöne wird nun weiß

Sie sind einfach obszön diese Hybride aus Geländewagen und Bonboniere. SUVs. Wann immer ich diese Provokationen auf der Straße sehe, regt sich bei mir der Wunsch, eine Sprühdose dabei zu haben, notfalls auch einen Nagel. Der unterdrückte Wunsch wird gesteigert seit mehr und mehr dieser obszönen Autoattrappen weiß sind. Weiß löst das melancholische, leicht schuldbewusste Schwarz ab. Weiß, wie innocent. Unschuldig. Innocent heißt aber auch ahnungslos und naiv.