jjjjj



HaussymbolHome

Symbol für TexteArchiv
a Über meine Arbeit
a Allgemein
a Bildung
a Hinweise
a PISA & Co

Symbol für TexteProjekte

Symbol für TexteVeranstaltungen

Symbol für TexteCurriculum Vitae

Symbol für TexteKontakt


Symbol für TexteImpressum

Titel Hannah Arendt "Pluralität" taz
Datum 14.10.2006
Erschienen taz 14.10.06

www.taz.de

Pluralität

Die Welt zwischen den Menschen

"Jeder Mensch steht an einer Stelle in der Welt, an der noch nie ein anderer vor ihm stand" - Hannah Arendt nannte die Menschen Neuankömmlinge. Aus ihrer ursprünglichen Verschiedenheit und Fremdheit ergibt sich allerdings die Chance, dass sie sich miteinander befreunden. Die Tyrannei der einen Wahrheit hingegen mache aus Menschen schwache Epigonen, die sich als missglückte Kopien verstehen und als arme Untermieter die Welt auszehren.

Das Übel begann für Arendt damit, wenn pathetisch von dem Menschen gesprochen wurde. Nein, sagte sie: die Menschen, sprach von ihrer Pluralität und plädierte für "das Risiko, als ein Jemand im Miteinander in Erscheinung zu treten". Dafür allerdings sei "Aufschluss zu geben, wer er ist", und auf die "ursprüngliche Fremdheit zu verzichten". Ein großer, aber auch gewöhnungsbedürftiger Gedanke. Auf seine Fremdheit verzichten! Im Gegensatz zu unserer Tradition war am Anfang kein Paradies, auf das der Sündenfall folgte. Und kein Paradies wird am Ende die Geschichte glücklich beenden.

Hannah Arendt dreht die Konstruktion von ursprünglicher Harmonie und Wahrheit und selbstverschuldeter Entfremdung um. Die ursprüngliche Fremdheit lässt sich nur durch den Aufbau einer gemeinsamen Welt überwinden. So entsteht eigentlich erst die Welt, die immer fragil ist, aber in der für Menschen immer Anfänge möglich sind.

Hannah Arendt sprach vom "Wunder des Neuanfangs", was zu ihrem radikal diesseitigen Denken kein Widerspruch war, denn "die Welt liegt zwischen den Menschen … und jede Wahrheit, ob sie nun den Menschen ein Heil oder ein Unheil bringen mag, ist unmenschlich im wörtlichsten Sinne, weil sie zur Folge haben könnte, dass alle Menschen sich plötzlich auf eine einzige Meinung einigten, so dass aus Vielen Einer würde, womit die Welt, die sich immer nur zwischen den Menschen in ihrer Vielfalt bilden kann, von der Erde verschwände".

REINHARD KAHL


Allgemein

Bei diesem Link handelt es sich um ein PDF Dokument DIE ZEIT Zum Tod von Günter Amendt
  16.03.2011
Bei diesem Link handelt es sich um ein PDF Dokument NDR & WDR Das Alter, die dritte Chance ?
  19.04.2008
Bei diesem Link handelt es sich um ein PDF Dokument 1968 Essay in dem Buch "Die Revolte"
  23.09.2007
Hannah Arendt "Pluralität" taz
  14.10.2006
Hannah Arendt Rundfunkfeature NDR & WDR
  10.10.2006
DIE WELT Hannah Arendt zum 100. Geburtstag
  09.10.2006
Bei diesem Link handelt es sich um ein PDF Dokument Hannah Arendts Pädagogik
  02.10.2006
DIE WELT Kinder vermisst
  07.09.2006
Das Absolute ist tödlich - Archiv der Zukunft Blog zur Rechtschreibdebatte
  23.07.2006
Wahltagebuch - Ende der Politiker-Politik
  09.09.2005
Politik nach der Politik - Internet Wahltagebuch
  18.08.2005
FR Das Absolute ist tödlich
  23.07.2005
Universitas Das letzte Gefecht der ABC Schützen
  06.10.2004
E & W: Der deutsche Rechtschreibkrieg
  07.09.2004
taz / Die list der rechtschreibreform
  12.08.2004
Popanz der Pedanten
  04.06.2004
Lauter letzte Menschen
  25.04.2004
Rechtschreibtheater
  06.02.2004